achte stufung

34

auf einmal steht sie vor mir, entsetzlich nah, keine entfernung, kein abstand, riesengrosz steht sie mir vor und in meinem kopf und ich weisz nicht woher, sie besetzt mich, mein ganzes innerstes, bedrohlich, woher ?! ich gehe noch einmal durch - noch einmal hindurch - das ich als letztes getan, gedacht habe, den druckknopf geschlossen, den reiszverschlusz, 34, 34, war ich jemals 34 ? ich kann mich nicht erinnern !

noch nie war ich 34 !! an keines der jahre aus 34 kann ich mich erinnern !!
wie alt war ich, als ich 34 war ?? als ich damals war !!!
wie alt bin ich gerad ? 34, halbe acht bei vier, viertel, halbung, gehälfteltes gehalftertes leben, viergeteilt! vereiltes rad und ungeweilt, mir springen nur halbe achtel entgegen und viertel, mein ganzes halbes leben entlang, takt 34 ? drei halbe achten, nur halbes beachten? halbe sachen sagen? versagen? dreifuszsatz.
halbe acht bei drei.

mich umkreisen vierunddreiszigstel, besetzen jede lücke meines denkens, drei-viertel-masse, taktlos im brei meiner gedanken, reisebreie und mehr (meer) als ein tausend, ein tausendes getier befällt mich von oben herab, herb, herbsttauben, ein herbstliches tosen, lau gefärbte lauerer, launische glauben ...

aber am meer! dort, tobend am meer war ich doch 34 !
tausendfach war ich dort 34 und ungebläut, sonnensterne mehlten mir syntaktisch die positronen und vergoldeten mir das blatt, im lichten wechsel meiner gezeiten - drei äpfel und drei viertel wein - strömten aus meinen karaffen tönende wortherden, ganze herden ergossen sich aus holundrischen gefäszen wie schwarze reiter und scharrten sich zu konkaven gewächsen, schwarze gewächse auf den weiszen himmeln meiner seiten ! jetzt aber, jetzt hänge ich zwischen zweigen und 34 steht hier vor mir. ich sitze erstarrt. drei plus vier ist gleich - sieben ...

ich stelle die gleichung auf 1 viertel acht, 1 viertel acht gleich 2, ein paar, ein paarhufer durchschreitet mein zimmer, schreitet durch mein zimmer und ist hoch drei gleich achtdimensional !!!
ich möchte schreien ! doch er nimmt mir die luft, nimmt mir die stimme und lähmt mein zungenbein.

als er fort ist, bin ich wieder allein. doch es ist gleich, ob er fort ist oder hier, ich bin immer allein.
es ist die ewige gleichung. drei plus vier ... ich möchte verzweifeln ...

auf dem boden entdecke ich ein blatt papier. hell schimmert es in dem halbdunklen raum. eine botschaft des quadrupeden? mühsam löse ich mich aus der starre und krauche, jetzt selbst auf allen vieren, dem blatte entgegen, die augen fest auf diesen weiszen fleck gerichtet in der hoffnung auf ein wort, ein einziges wort nur, ... aber ach ! schon von weitem schlägt mir die 34 entgegen und auf dem blatt steht nichts weiter als eine formel, kalt und nüchtern ausgerichtet :
0133 : 3133 = 34 .

mühsam erhebe ich mich, beschliesze, das blatt in meiner schreiborgel mit freundlicheren zeichen zu füllen doch auf meinem platz dort sitzt ein spinnenknecht und walzt ungeniert blattfische.
ich beginne zu schreien ... drehe könig schlüsselbart den hals um und öffne das geviert.
schreiend stürzend, schreiend renne ich, renne renne hinaus ...