rotkäppchen und der wolf –
eine spiegelgeschichte oder die geschichte des sehnens
kleiner ein-akter
schlagwörter: einakter, aktersatz, satzblei, bleispiegel, spiegelgesetz, gesetzkasten, kastenblei, bleiweisz, weisz, begehr
Rotkäppchen trifft den Wolf und fragt : willst du mein gespiel sein ?
der wolf sagt : ich bin schon .
W: ich will unter das kleid sehen !
R: das geht nicht .
W: warum nicht ?
R: häute dich doch selbst .
W: warum hast du so kleine ohren ?
R: damit ich dich besser sehen kann .
W: hast du schon viele felle durchschaut ?
R: sieben auf den zweiten blick .
W: warum zeigst du dich nicht nackt ?
R: weil ich wahr bin .
W: erzähl mir keine lüge !!
R: okee , du hast ein grauenvolles antlitz .
W: ich will unter das kleid sehen !
R: es ist nicht .
W: aber ich liebe doch fleische so sehr !
R: dann dreh mich doch um und nimm mich endlich !!
der wolf liesz das kleid durch seine klauen gleiten (durch-drehung).
um sich das rupfen zu ersparen, übergosz er es mit spiritus und entflammte es .
dann baute er sich einen altar aus wackersteinen und stellte den spiegel eine stufe höher .
"die hautfarbe des mannes hatte die makellose weisze des schnees." (e.a. poe)
während der schlafwagenverkehr einen bogen fährt, wandern die gewässer nach süden aus und die dünen laufen himmelwärts.
"ach, wie verschieden doch die aase sind !!!"
ruft erfreut aus dem vorbeifahrenden zug ein kind,
lacht und winkt,
lacht und winkt,
lacht und winkt
und ertrinkt.